Ratgeber

Was kostet eine Schlägerung?

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt ab. Aber nicht beliebig – es gibt klare Faktoren, die Erntekosten nach oben oder unten treiben. Wenn Sie die kennen, können Sie jedes Angebot einordnen, auch unseres.

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Warum hier keine Preisliste steht

Konkrete Preise nennen wir auf der Website bewusst nicht: Sie hängen von Sortiment, Qualität, Menge, Erreichbarkeit und der jeweiligen Marktlage ab und ändern sich laufend. Eine Zahl, die heute stimmt, wäre in wenigen Wochen irreführend. Sie bekommen von uns stattdessen ein konkretes Angebot für Ihre Fläche.

Die Bausteine

Woraus sich Erntekosten zusammensetzen

1. Fällen & Aufarbeiten

Der Baum wird gefällt, entastet und in Sortimente ausgeformt – motormanuell mit der Säge oder maschinell mit dem Harvester. Kostentreiber sind die Stückmasse (viele dünne Bäume sind aufwendiger als wenige starke), die Astigkeit und die Bestandessituation.

2. Rücken

Das Holz muss vom Stock an die befahrbare Forststraße – mit Forwarder, Traktor und Seilwinde oder in steilem Gelände mit dem Seilkran. Entscheidend sind Rückedistanz, Neigung, Befahrbarkeit und ob Rückegassen vorhanden sind.

3. Transport

Vom Polter zum Abnehmer. Hier zählen Entfernung zum Sägewerk oder Industriestandort, Lkw-Tauglichkeit der Zufahrt und die Menge – eine volle Fuhre ist je Festmeter günstiger als eine halbe.

4. Organisation & Abrechnung

Planung, Abstimmung mit Behörden und Nachbarn, Kontakt zu den Abnehmern, Kontrolle der Übernahme und eine nachvollziehbare Abrechnung. Klingt nach wenig, macht aber den Unterschied zwischen „Holz weg" und „Holz gut verkauft".

Dazu kommen fallweise Vorarbeiten: Freischneiden der Fläche, Herrichten der Zufahrt, Absicherung bei Arbeiten entlang von Wegen oder Leitungen, Entsorgung von Schlagabraum.

Kostentreiber

Was Ihre Schlägerung günstiger oder teurer macht

FaktorGünstigerTeurer
StückmasseStarke, gerade Bäume – viel Holz je ArbeitsschrittSchwaches Holz, viele Stämme für wenig Masse
GeländeEben bis mäßig geneigt, gut befahrbarSteil, felsig, vernässt – oft nur mit Seilkran
RückedistanzKurzer Weg zur ForststraßeLange Bringung, Umwege über Fremdgrund
ErschließungBestehende Forststraße und RückegassenKeine Zufahrt, Gassen müssen erst angelegt werden
EingriffsartEndnutzung mit starkem HolzDurchforstung, Einzelstammentnahme, Schadholz
MengeZusammenhängende Fläche, planbarer EinsatzKleinmengen, mehrfaches An- und Abrücken
UmfeldFreier Bestand ohne HindernisseNähe zu Gebäuden, Wegen, Leitungen; Absicherung nötig
Das Wesentliche

Was bleibt unterm Strich übrig?

Viele fragen nach den Kosten, meinen aber eigentlich das Ergebnis. Die Rechnung ist einfach:

  • Holzerlös (je Sortiment und Qualität)
  • Fällen und Aufarbeiten
  • Rücken zur Forststraße
  • Transport zum Abnehmer
  • Neben- und Vorarbeiten

Ob das Ergebnis deutlich positiv ist oder nahe null liegt, entscheidet sich vor allem am Sortiment und an der Erreichbarkeit. Bei schwachem Holz auf schwierigem Gelände kann eine Maßnahme waldbaulich absolut richtig und wirtschaftlich trotzdem knapp sein. Das sagen wir Ihnen vorher – nicht nachher.

Welche Sortimente was bringen →

Unser Zugang

Wir rechnen die Blöcke getrennt aus, damit Sie sehen, wofür Sie zahlen – nicht als eine Summe, über die man nicht reden kann.

Und wir sagen Ihnen offen, wenn sich eine Maßnahme aus unserer Sicht nicht rechnet oder wenn Zuwarten die bessere Entscheidung wäre. Ein Auftrag, über den Sie sich später ärgern, bringt uns nichts.

Abrechnung

Wie abgerechnet werden kann

Nach Festmeter

Ein Satz je geerntetem Festmeter. Gut planbar, fair bei einheitlichen Beständen – und für Sie leicht überprüfbar, weil die Übernahmeliste die Menge belegt.

Nach Aufwand

Nach Stunden für Mannschaft und Maschine. Sinnvoll dort, wo die Menge vorher kaum abschätzbar ist – etwa bei Schadholz oder Einzelstammentnahmen in schwierigem Umfeld.

Pauschal

Ein Festpreis für ein klar abgegrenztes Vorhaben. Setzt voraus, dass die Fläche vorher genau angesehen wurde – deshalb gibt es das bei uns nie „über Telefon".

Welche Variante passt, besprechen wir vorher. Wichtig ist nur, dass es vor Arbeitsbeginn geklärt und schriftlich festgehalten ist – bei uns wie bei jedem anderen Anbieter.

Häufige Fragen

Kosten einer Schlägerung – kurz erklärt

Was kostet eine Schlägerung pro Festmeter?

Einen allgemeingültigen Betrag gibt es nicht, und wir nennen hier bewusst keinen: Erntekosten hängen von Baumdimension, Stückmasse, Geländeneigung, Rückedistanz, Verfahren und Bestandessituation ab – zwischen einer gut erschlossenen Durchforstung und einer steilen Schadholzfläche liegen Welten. Nach einer Begehung bekommen Sie von uns eine konkrete, nachvollziehbare Kalkulation.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Im Wesentlichen aus vier Blöcken: Fällen und Aufarbeiten, Rücken an die Forststraße, gegebenenfalls Transport zum Abnehmer sowie Organisation und Abrechnung. Dazu kommen fallweise Vorarbeiten wie Freischneiden oder das Herrichten der Zufahrt. Wir weisen diese Blöcke getrennt aus, damit Sie sehen, wofür Sie zahlen.

Warum ist die Durchforstung teurer als die Endnutzung?

Weil die Stückmasse kleiner ist. Für dieselbe Holzmenge müssen viel mehr Bäume gefällt und bewegt werden, und es muss schonender gearbeitet werden, damit der verbleibende Bestand keinen Schaden nimmt. Der Aufwand je Festmeter ist dadurch höher – der Bestand profitiert aber langfristig davon.

Was bleibt für mich unterm Strich übrig?

Als einfache Rechnung: Holzerlös minus Ernte- und Rückekosten minus Transport minus Nebenkosten. Ob das Ergebnis deutlich positiv ist oder nahe null liegt, entscheidet sich vor allem am Sortiment und an der Erreichbarkeit der Fläche. Bei schwachem Holz auf schwierigem Gelände kann eine Maßnahme waldbaulich sinnvoll und wirtschaftlich trotzdem knapp sein – das sagen wir Ihnen vorher, nicht nachher.

Welche Sortimente was bringen →

Bekomme ich ein Fixangebot?

Wir besprechen vor Beginn, wie abgerechnet wird – pauschal, nach Festmetern oder nach Aufwand – und was das im konkreten Fall bedeutet. Was wir nicht machen: eine Zahl nennen, ohne die Fläche gesehen zu haben. Die Begehung und die Einschätzung sind bei uns kostenlos und unverbindlich.

Kann ich Kosten sparen, wenn ich selbst mithelfe?

Manchmal ja – etwa beim Aufräumen oder bei der Brennholzaufarbeitung im Nachgang. Beim Fällen selbst raten wir davon ab, wenn Sie nicht entsprechend ausgebildet und ausgerüstet sind. Sprechen Sie uns an, dann finden wir eine sinnvolle Aufgabenteilung.

Gilt für ganz Österreich – arbeiten tun wir in Oberösterreich

Die Informationen auf dieser Seite sind österreichweit gültig. Unsere Mannschaft ist im nördlichen Oberösterreich unterwegs – Schwerpunkt Mühlviertel, dazu Urfahr-Umgebung, Rohrbach, Freistadt, Perg und Linz-Umgebung.

Sie sind außerhalb? Fragen beantworten wir trotzdem gerne – und für die Umsetzung vor Ort sind die Landwirtschaftskammer Ihres Bundeslands und die örtliche Bezirksforstinspektion die richtigen Anlaufstellen. Unser Einsatzgebiet →

Sie wollen eine Zahl statt einer Spanne?

Wir sehen uns Ihre Fläche an und legen Ihnen eine nachvollziehbare Kalkulation vor – Begehung und Angebot kosten nichts.

Ein paar kurze Fragen im Chat, und wir melden uns persönlich und rasch – unverbindlich. Lieber ein Formular? Zum Anfrageformular